Parasiten der Katze
Bei der Katze gibt es die verschiedensten Parasiten sowohl im Darm als auch auf der Katze.
Im Folgenden werde ich einige davon vorstellen.
Endoparasiten:
Als Endoparasiten bezeichnet man die Parasiten die im Tier, meistens im Darm leben.
Giardien:
Giardien sind Einzeller, sogenannte Protozoen. Es handelt sich bei Ihnen um eine sogenannte Zoonose, das bedeutet sie sind von der Katze auf den Menschen übertragbar. Giardien leben im Dick- und Dünndarm auf der Darmwand. Nach der Ausscheidung als Zysten bleiben sie in der Außenwelt 3 Wochen lang infektiös. Bei Tieren im ersten Lebensjahr kann es durch eine Giardieninfektion zu Entzündungen der Darmwand uns zum Abbau der Wand kommen. Die äußert sich dann in hartnäckigem, wechselnden Durchfall. Der Kot ist schleimig und kann Blutbeimengungen enthalten. Manchmal tritt auch Erbrechen auf. Es handelt sich bei der Giardiose um eine Faktorenkrankheit, das bedeutet es müssen mehere Faktoren zusammentreffen damit es zum Ausbruch der Krankheitszeichen kommt. Meistens bleibt eine Giardiose jedoch unerkannt, bis ein Tier dann Krankheitsanzeichen zeigt. Der Nachweis der Giardien erfolgt über eine Kotprobe.
Toxoplasmen:
Die Katze ist der Endwirt von Toxoplasma gondii. Es handelt sich hier auch um eine Zoonose. Die Verbreitung der Toxoplasmen ist weltweit, Die Infektion erfolgt meistens über rohes Schweinefleisch oder Schaffleisch. Bei der Katze verläuft eine Infektion ohne äußere Anzeichen, die Gefahr liegt in der Infektion des Menschen. Der Mensch kann sich durch rohes Schweinefleisch und durch Katzenkot mit Toxoplasmen infizieren. Jedoch scheidet nur eine Katze die zum ersten mal mit Toxoplasmen infiziert wurde auch Oozysten aus mit denen sich der Mensch infizieren kann, später baut sie eine Immunität auf die auch bei erneuter Infektion ein weiteres Ausscheiden verhindert. Durch bloßen Kontakt wie streicheln kann sich der Mensch nicht infizieren. Oozsten bleiben unter günstigen Umweltbedingungen bis zu 5 Jahre lebensfähig. Beim Menschen verläuft die Infektion symptomlos. Eine Gefahr besteht einzig für ungeborene Kinder von Frauen die sich vor der Schwangerschaft noch nicht mit Toxoplasmen infiziert hatten. Hier kann es zu schweren Schädigungen des Kindes besonders im Gehirn, im Rückenmark aber auch zu Schädigung der Augen kommen. Bei Frauen die sich vor der Schwangerschaft schon infiziert haben besteht keinerlei Gefahr. Eine vorangegangene Infektion beim Menschen läßt sich durch eine Blutuntersuchung nachweisen. Solle noch keine Infektion stattgefunden haben, sollte man während der Schwangerschaft erhöhte Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Kontakt mit der Katzentoilette und auch Gartenarbeit ist zu unterlassen, denn natürlich kann auch die Erde im Garten durch Katzenkot verunreinigt sein.
Bandwürmer:
Bandwurmbefall tritt bei freilebenden Katzen reletiv häufig auf. Es gibt bei der Katze verschiedene Arten. Alle Bandwürmer brauchen zu ihrer Entwicklung einen Zwischenwirt. In diesem machen sie ihre Entwicklung vom Ei zur Finne durch, die dann bei der Aufnahme dieser wieder zu einem Bandwurmbefall führt. Der Mensch ist außer beim Ecchinococcus ( den Hunde und Fuchsbandwürmern ) nicht in der Lage als Zwischenwirt zu dienen. Was bedeutet, das man sich an den von der Katze ausgeschiedenen Eiern und Bandwurmgliedern auch nicht infizieren kann. Die Übertragung erfolgt meistens über die Zwischenwirte Kleinnager oder Floh über die in ihnen gebildeten Finnen. Natürlich kann man sich aber auch durch die Aufnahme von Finnen in rohem Rind oder Schweinefleisch oder auch Fisch mit einem Bandwurm infizieren. Der Nachweis von Bandwurmbefall erfolgt entweder über den Kot oder durch die am After sichtbaren ausgeschiednenen Bandwurmglieder. Ein Bandwurmbefall bei der Katze verläuft meistens ohne andere Symptome. Erst bei einem massiven Befall kann es zu Anämien , Erbrechen, Schwächezuständen und Abmagerung bekommen. Gelegentlich wird auch ein sogenanntes Schlittenfahren ( reiben des Afters auf dem Boden ) beobachtet, das durch den Juckreiz den die Bandwurmglieder beim Auswandern aus dem After verursachen ausgelöst wird.